Broken Door
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenproduktion |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Evert Brettschneider |
Gitarre |
| Fritz A. Frey |
Gitarre, Gesang |
| Ernst Müller |
Tasten |
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| Mathias Geisen |
Bass |
| Friedhelm Misiejuk |
Drums, Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Beginning
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7:19
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| 2. |
Burning in the sun
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2:04
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| 3. |
Broken Door
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3:24
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| 4. |
Dance of an angel
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6:56
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| 5. |
Your country
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5:40
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| 6. |
Birds of passage
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4:56
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| 7. |
Master's inspiration
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1:32
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| 8. |
Where the sun touches the water
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7:54
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| Gesamtlaufzeit | 39:45 |
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Rezensionen

Mit "Broken Door" haben Garden Of Delights 2003 eine weitere Rarität aus Deutschen Landen in die digitale Welt herübergerettet. Das einzige Album von Prosper aus Bottrop erschien 1975 in kleinster Auflage im Eigenverlag der Gruppe und war bald darauf praktisch unauffindbar. Bei vielen Veröffentlichungen von Garden Of Delights stellt sich die Frage, ob das wiederaufgelegte musikalische Material den Aufwand und das Geld potentieller Käufer wert war bzw. ist. Seltenheit des LP-Originals ist leider nicht gleichbedeutend mit Qualität. Interessanterweise geben dies die Macher des Labels selbst unumwunden zu. Wenn man in deren Katalog blättert, stösst man schon mal auf Formulierung wie: "Mit einfachsten Mitteln aufgenommen, liegt der Reiz dieser Platte für den Sammler in ihrer Seltenheit". "Hauptsache rar" scheint die Devise zu lauten. Mitunter kommen so Alben zur Ehre einer Wiederveröffentlichung, deren musikalischer Gehalt es eher empfohlen hätte, die Scheibe dem wohlwollenden Vergessen anheim fallen zu lassen. "Broken Door" ist zum Glück nicht so ein Fall.
Einen zurückhaltenden, lockeren Symphoprog mit deutlichem Jazzeinschlag spielen Prosper auf ihrem einzigen Album. Gitarrist Evert Brettschneider war gleichzeitig auch in der Formation Contact Trio tätig, die sich in deutlich jazzigeren Gefilden aufgehalten haben und mit der er drei recht interessante Alben eingespielt hat. Brettschneider ist es auch, der die Musik auf "Broken Door" mit seinem flinken und ausgesprochen virtuosen Spiel auf der Gitarre bestimmt. Dazu kommen fast gleichwertig die Tasten von Ernst Müller (E-Piano, Moog und Mellotron), die sich auch ab und zu solistisch in Szene setzten. Am gelungensten auf "Broken Door" sind die drei längsten Nummern - "Beginning", "Dance Of An Angel", "Where The Sun Touches The Water" - und das etwas kürzere "Birds Of Passage". In diesen rein instrumental dargebotenen Stücken wird ein delikater, symphonischer Jazzrock geboten, der vom dichten Zusammenspiel der Instrumente und von den virtuosen Soli von E-Gitarre, E-Piano und Moog lebt. Eher getragen gleitet die Musik dahin, unterbrochen von belebteren, ab und zu fast wüsten Ausbrüchen - meist von Brettschneiders Gitarre -, und gelegentlich klangvoll ausgefüllt von Synthesizer und Mellotron (letzteres wird allerdings nur sehr zurückhaltend eingesetzt). Das abschließende "Where The Sun Touches The Water" ist zudem zu Beginn mit allerlei Wind- und Sturmgeräuschen unterlegt. Schön!
Weniger überzeugend ist der Mittelteil des Albums. Das Titelstück beginnt zwar auch als inspirierter Jazzrocker, wendet sich aber in der zweiten Hälfte einem deutlich songorientierterem Stil zu, der auch die beiden nächsten Nummern bestimmt. Hier wird gesungen und die Musik ist einfacher gestrickt. "Burning In The Sun" ist ein getragenes, leicht angeschrägtes Solo-Liedchen, in dem sich Frey selbst an der Akustikgitarre begleitet. Der Tiefpunkt des Albums ist dann "Your Country", ein lockerflockiger Rocksong mit leichter Country-Atmosphäre, der kaum zum Rest der Scheibe passen will. Das kurze "Master´s Inspiration" ist dann noch ein Schlagzeugsolo von Friedhelm Misiejuk, welches allerdings etwas unmotiviert mittendrin ausgeblendet wird.
"Broken Door" ist ein sehr ordentliches Album, welches allen Lesern, die gepflegten, symphonischen Jazzrock schätzen durchaus empfohlen werden kann. Furchtbar aufregend oder eigenständig ist das Gebotene nicht, doch macht das Zuhören durchaus Spaß, insbesondere Brettschneiders Gitarrenspiel (welches allerdings auf den Alben des schon erwähnten Contact Trio noch virtuoser und beeindruckender ausgefallen ist). Fazit: Nicht essentiell, aber durchaus nett!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.2.2007 |
| Letzte Änderung: |
3.9.2008 |
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