Katharsis
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Polskie Nagrania |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Czeslaw Niemen |
Synthesizer, Mellotron, Moog, Guitar, Percussion, Recorder, Tapes, Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Odkrycie nowej galaktyki
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2:15
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| 2. |
Mleczna Droga
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3:16
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| 3. |
Planeta Ziemia
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6:48
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| 4. |
Fatum
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2:24
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| 5. |
Pieczec
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2:52
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| 6. |
Z listu do M.
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4:49
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| 7. |
Proba ucieczki
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2:40
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| 8. |
Katharsis
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4:47
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| 9. |
Epitafium (Pamieci Piotra)
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4:04
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| 10. |
Dorozka na Ksiecyc
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5:21
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| Gesamtlaufzeit | 39:16 |
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Rezensionen

Mit dem 1975 in Polen erschienen Album "Katharsis" hat Czeslaw Niemen seine Anhängerschaft vermutlich gehörig verblüfft. Nicht nur, dass auf dem Cover als Bandnamen "N. AE." steht (was für Niemen Aerolit steht - wie der Pole sein Projekt nun nannte) und dass er die Scheibe ganz im Alleingang aufgenommen hat, auch von den Stilmerkmalen die man vorher mit Niemen in Verbindung bringen konnte - Blues, Soul, sakraler Orgelprog, Jazzrock, jazzige Symphonik -, ist hier im Grunde nichts mehr vorhanden. Selbst auf das Singen hat der Pole weitestgehend verzichtet. Dafür ergeht er sich in elektronischen Experimenten.
"Katharsis" bietet eine recht eigenartige elektroakustische Musik, erzeugt mit Synthesizern, Mellotron, E-Gitarre, Blockflöten, Tonbändern und Perkussion, effektverfremdet, bearbeitet und durcheinander gemischt. Mitunter geraten die Töne recht wüst und schräg, bleiben aber alles in allem schlicht und karg und - vor allem im Vergleich zu seiner früheren Musik - unemotional und kalt, elektronisch eben. Vergleichen ließe sich diese Musik entfernt mit den frühen Tangerine Dream (um "Atem"), bevor diese den Sequenzer entdeckt hatten, oder Cluster vor "Zuckerzeit". Allerdings sind Niemens Kompositionen abwechslungsreicher, kurzweiliger und verspielter, aber auch wirrer und kantiger, baut der Pole nicht auf kosmische Endlosmuster, sondern eher auf kleinformatige, mitunter sehr rhythmische Klangspielereien, die sich dabei durchaus auch in avantgardistische, von Ton- und Geräuschkollagen bestimmte Gefilde vorarbeiten können.
Zweimal singt Niemen doch. In "Z listu do M." klagt er brüchig von repetitiven Gitarren- und Synthesizermustern begleitet dahin, ehe die Nummer mit jazzigem Scatgesang ausklingt. "Epitafium (Pamieci Piotra)" bietet dann Niemens Gesänge mehrfach übereinander geschichtet, die als elektronisch verfremdeter Chor die getragenen Mellotronschübe begleiten.
"Katharsis" ist eine reichlich seltsame, nichtsdestotrotz aber hochinteressante Scheibe mit elektronischer Musik aus Polen. Liebhaber (experimenteller) elektronischer Klänge kommen hier sicher auf ihre Kosten. Wer allerdings kein sonderliches Interesse an diesem Genre hat, aber die vorherigen Scheiben Niemens (zumindest teilweise) schätzt, der sollte sich nur mit Vorsicht an "Katharsis" heranwagen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.7.2007 |
| Letzte Änderung: |
24.1.2012 |
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