The Cave Down To The Earth
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Mu Land |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Akira Fukakusa |
Bass |
| Akira Ito |
Keyboards |
| Fumio Miyashita |
Guitar, Keyboards |
|
| Hirohito Fukushima |
Guitar, Vocals |
| Masanori Takahashi |
Keyboards, Percussion |
| Shizuo Takasaki |
Drums |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Undiscovered Northern Land
|
2:53
|
| 2. |
Birds Flying To The Cave
|
4:33
|
| 3. |
The God Of Water
|
1:53
|
| 4. |
Saying To The Land
|
8:22
|
| 5. |
The God Of Wind
|
2:21
|
| 6. |
Moving, Looking, Trying, Jumping
|
1:40
|
| 7. |
Wa Wa
|
0:48
|
| 8. |
Mystery Of Northern Space
|
5:56
|
| 9. |
The Cave, Down To The Earth
|
8:17
|
| 10. |
Four Minds
|
5:55
|
| 11. |
Transmigration
|
11:03
|
| Gesamtlaufzeit | 53:41 |
|
|
Rezensionen

Nach Erscheinen des ersten Far-Out-Albums löste Fumio Miyashita die Band auf und gründete die Far East Family Band. 1975 erschien mit "The Cave Down To The Earth" das erste Album der Formation. Wurden Tastenklänge bei Far Out noch sehr sparsam eingesetzt, gab es bei der Far East Family Band neben Miyashita (der aber auch häufig eine Gitarre bediente) mit Akira Ito und Masanori Takahashi noch zwei weitere Tastenmänner. Takahasji sollte einige Jahre später unter dem Künstlernamen Kitaro eine erfolgreiche Solokarriere starten. Im Vergleich zu Miyashitas Vorgängerband ist die Musik der Far East Family Band daher sehr viel symphonischer und klangvoller, stellenweise aber leider auch seichter und kitschiger ausgefallen.
Die meisten Stücke von "The Cave Down To The Earth" tauchen auf dem zweiten, in England eingespielten und veröffentlichten Album der Gruppe ("Nipponjin") wieder auf. Das Titelstück heißt dort "The Cave", aus "Birds Flying To The Cave" wurde "Timeless", aus "Saying Of The Land" "River Of Soul", aus "Moving, Looking, Trying, Jumping" "Movin´ Lookin´" und das kurze "Wa Wa" firmiert dort als "Yamato". "Undiscovered Northern Land", "The God Of Water", "The God Of Wind" und "Mystery Of The Northern Space" durften ihren Titel behalten. "Four Minds" und "Transmigration" gibt es dagegen nur hier zu hören. Für "Nipponjin" wurden die Nummern (und das Far-Out-Stück "Nihonjin") neu eingespielt (produziert von Klaus Schulze) und meist mit englischem Gesang versehen. Auf "The Cave Down To The Earth" wird dagegen meist in Japanisch gesungen. Schulze sorgte auf "Nipponjin" für noch mehr Tasten- und Elektroniksounds, so dass die Versionen von "The Cave Down To The Earth" etwas schlichter wirken.
Einen sehr klangvollen, symphonisch-exotischen Prog machte die Far East Family Band, dominiert von allerlei Tastenklängen (Orgel, Mellotron, Moog) und der spacigen E-Gitarre Hirohito Fukushimas, versehen aber auch mit übermäßig melodieseligen Gesangseinlagen und mit leichtem Hang zu süßlich-bombastischem Kitsch. Dazu kommt ein deutlicher Einfluss seitens Pink Floyd, der gelegentlich (in der Mitte des Titelstücks z.B.) die Grenzen zum Plagiat überschreitet.
Trotzdem gelingt es der Band eine relativ eigene und atmosphärische Musik zu kreieren. "Birds Flying To The Cave" ist dabei ein schöner Japan-Prog-Ohrwurm, mit ins Ohr gehender Melodie, voller Mellotronklänge, Moogsounds, Orgel und sattem Gitarreneinsatz. Die anderen Nummern bieten spacig-elektronischen Japanrock und exotische Klangbilder, unterlegt mit Tastenwolken, Flötenklängen, elektronischem Windrauschen, Zwitschern und Zischen, dezenten Mellotronteppichen und waberndem Orgelschwellen. Dazu wird - wie schon angedeutet - viel gesungen, recht schmalzig und glatt, und auf Dauer ziemlich nervig. So richtig progressiv geht es dabei nicht immer zu. "Four Minds" ist z.B. eine ziemlich simple und seichte Popnummer, wenn auch mit Mellotron unterlegt. Auch das abschließende "Transmigration" gibt nicht allzu viel her. Fast 11 Minuten plätschert und treibt das Stück träge und langatmig dahin, versehen mit recht grausligem Chorgesang. Kein Wunder, dass beide Stücke nicht auf "Nipponjin" wieder auftauchten.
"The Cave Down To The Earth" ist eine ziemlich durchwachsene Angelegenheit. Das ist alles sehr gut gemacht und in den instrumentalen Abschnitten sehr stimmungsvoll. Die vielen Gesangsabschnitte sind für meinen Geschmack aber zu melodisch, glatt und stellenweise richtig kitschig ausgefallen. Mit zunehmender Reduktion des Gesangs sollte sich die Band auf den nächsten Platten aber steigern. Man sollte sich daher bei der Far East Family Band an "Nipponjin" (das sowieso größtenteils dasselbe Material bietet) und "Parallel World" halten!
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
30.8.2007 |
| Letzte Änderung: |
31.8.2007 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Far East Family Band
Zum Seitenanfang
|