Polyandri
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Rubber |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Leo Benninck |
Guitars |
| Dolf Geldof |
Bass |
| Paul V. Wageningen |
Drums |
| Peter Sjardin |
Organiser, Piano, Percussion, Voice |
| Martin V. Duynhoven |
Drums, Percussion |
| Dave Duba |
Guitars |
| Maarten Lucas Troost |
Piano, Voice |
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| Barry Hay |
Flute |
| Frank V.D. Kloot |
Guitars |
| Hans Dulfer |
Sax |
| Neppy Noya |
Percussion |
| Robby |
Percussion |
| Marc Boon |
Guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Jojo
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1:34
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| 2. |
Between eighty and fifty: part 1850
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2:57
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| 3. |
Flower garden
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0:32
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| 4. |
Thousand years before
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4:35
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| 5. |
Starfighter
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2:29
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| 6. |
Silver earring
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4:10
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| 7. |
Patience
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2:48
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| 8. |
USSR gossip
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5:03
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| 9. |
Cages
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5:23
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| 10. |
Avant les pericles
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6:19
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| 11. |
Pumping up the rubber trees
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3:11
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| Gesamtlaufzeit | 39:01 |
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Rezensionen

Mit "Polyandri" legte die Group 1850 1975 ihr drittes und letztes Studioalbum vor. Eine Vielmännerei (Polyandrie ist das praktische Gegenteil der Polygamie) herrscht hier in der Tat, werden doch 12 Herren in der Besetzungsliste aufgeführt. Nur Peter Sjardin, das einzige Verbliebene Gründungsmitglied und damit Chef der Band, und Dolf Geldof am Bass tauchen in allen Nummern auf. Die Schlagzeugarbeit teilen sich, von Stück zu Stück wechselnd, Paul Von Wageningen und Martin Von Duynhoven. Die restlichen Mitspieler tauchen nur in einigen wenigen der 11 Tracks auf. Bei der ganzen Sache fehlt allerdings die Frau, um diese besondere Form der Lebensgemeinschaft zu vervollständigen.
Wohin sich die Musik der Group 1850 in der Mitte der 70er Jahre entwickeln würde hat sich schon auf dem irgendwann 1972-73 mitgeschnittenen und auf dem 1974 veröffentlichten Live-Album zu findenden Stück "Between Eighteen And Fifty Part VII" angedeutet. Der umfangreiche psychedelisch-hardrockige Jam, von dem es auf "Polyandri" ein knapp dreiminütiges, leider mittendrin ausgeblendetes Studiokondensat gibt, bewegte sich deutlich in Richtung eines treibenden Spacerocks, dominiert von Gitarren und Tasten, der irgendwo in der Mitte zwischen dem kosmischen Hardrock von Hawkwind und dem Spacejazzrock von Gong liegt. Die Musik auf "Polyandri" rockt eine Spur härter und ist bluesiger als bei Gong, ist aber auch komplexer und jazziger ausgefallen als die meisten Nummern von Hawkwind. Peter Sjardin setzt zudem keine Synthesizer ein, sondern erzeugt flächige, wabernde und gleitende, aber alles in allem eher erdige Tastensounds mit seiner modifizierten E-Orgel (dem Organiser). Die genretypischen blubbernd dahinfliegenden Synthesizerklänge sind daher auf "Polyandri" nicht zu finden.
Für schöne Klangtupfer setzen ab und zu Flöte und Sax. Barry Hay von Golden Earring bestimmt das kurze "Silver Earring" mit seiner Flöte und Hans Dulfer sorgt mit seinem jazzigen Spiel in "U.S.S.R. Gossip" und "Avant Les Pericles" für Abwechslung. Gesungen wird selten.
Wer Spacerock schätzt, der sollte an "Polyandri" seine Freude haben, bietet die Scheibe doch eine durchaus eigene Variante dieser Musik, die die Band um Peter Sjardin aus ihrer psychedelischen Vergangenheit heraus relativ selbstständig entwickelt hat. Man sollte daher die Group 1850, neben Hawkwind und Gong, zu den Erfindern dieser Art von Musik zählen. Jedenfalls hätte die Band und dieses Album eine größere Aufmerksamkeit verdient.
Das mit vorliegende CD-Reissue des Labels Twilight Tone (aus den frühen 90ern) ist allerdings eine recht ärgerliche Angelegenheit (wenn es sich nicht gar um ein Bootleg handelt). Die Scheibe wurde recht lieblos von einer LP überspielt, es rauscht und knistert, der Sound ist dumpf und die Dynamik der Musik ist kaum vorhanden. Ich bilde mir aber ein irgendwo gelesen zu haben, dass es hiervon eine digital aufgearbeitet CD-Ausgabe gibt (oder eine solche geplant ist). Das Album hätte jedenfalls eine klanglich ansprechendere Präsentation verdient!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.10.2007 |
| Letzte Änderung: |
3.10.2007 |
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