Alleycat
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Vertigo |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Ian Carr |
Trumpet, Flugelhorn, Synthesizer |
| Bob Bertles |
Sax, Flute |
| Ken Shaw |
Guitar |
| Geoff Castle |
Keyboards, Percussion |
|
| Roger Sutton |
Bass |
| Roger Sellers |
Drums |
| Trevor Tomkins |
Percussion |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Phaideaux Corner
|
6:20
|
| 2. |
Alleycat
|
14:24
|
| 3. |
Splat
|
11:48
|
| 4. |
You can´t be sure
|
4:14
|
| 5. |
Nosegay
|
4:44
|
| Gesamtlaufzeit | 41:30 |
|
|
Rezensionen

Noch im selben Jahr wie "Snakehips Etcetera" erschien das letzte Nucleus-Album für Vertigo. Danach schraubte Ian Carr seine Veröffentlichungsfrequenz - vermutlich gezwungenermaßen - zurück. Das nächste Album "In Flagranti Delicto" erschien erst 1977.
Die Besetzung auf "Alleycat" ist weitestgehend identisch mit der von "Snakehips Etcetera" und auch in musikalischer Hinsicht wird hier nichts großartig Anderes geboten. Einen virtuosen, schwungvoll-funkigen Jazzrock hat Carr im Angebot, der vor allem vom farbigen Wechselspiel von Sax und Trompete lebt. Allerlei Tastenklänge untermalen die Musik (meist E-Piano und Synthesizer), die von der Rhythmusabteilung feinnervig vorangetrieben wird. Ken Shaw an der Gitarre schrammelt meist eher im Hintergrund herum. Dafür darf er in "You can't be sure" recht prominent in die Saiten einer Akustikgitarre greifen, begleitet nur von Bass und Trompete. Der Höhepunkt der Scheibe ist natürlich das lange Titelstück, in dem noch einmal die typischen Carrschen Stilelemente zum Einsatz kommen, insbesondere die getragen dahin schreitenden, repetitiven Bassmuster und - quasi als Canterbury-Rudimente - schwebende Tastenflächen und ein minimalistisch perlendes E-Piano.
"Alleycat" bietet sehr ordentliche Jazzrockware, erstklassige Instrumentalarbeit und abwechslungsreiche Kompositionen. Allzu viele Ecken und Kanten gibt es nicht, doch kann die Scheibe ganz gut unterhalten. Mehr aber auch nicht. Die Magie der ersten Nucleus-Scheiben sucht man hier vergebens.
Sehr normale Mainstreamfusion auf amerikanische Art wird hier im Grunde geboten, die es selten schafft so richtig die Aufmerksamkeit des Hörers (des Rezensenten) zu erregen. Carr kopiert sich weitestgehend selbst, so dass dies auch dem Rezensenten erlaubt sei. Irgendwelche Überraschungen erwarten den erfahrenen Jazzrockhörer hier nicht. ?Alleycat? ist damit ein weiterer Beleg dafür, wie sich ein einstmals innovatives Genre langsam in eine Sackgasse hinein bewegt, und dabei zu mehr oder weniger gehaltvoller Hintergrundmusik verkommt.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
8.11.2007 |
| Letzte Änderung: |
11.12.2007 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nucleus
Zum Seitenanfang
|