Concerts
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
13/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Lindsay Cooper |
bassoon,flute,oboe |
| Chris Cutler |
drums |
| Dagmar Krause |
voice |
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| Fred Frith |
guitar,piano |
| John Greaves |
bass,voice,celeste |
| Tim Hodgkinson |
organ,clarinet,alto sax |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
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1. Beautiful As The Moon; Terrible As An Army With Banners 2. Nirvana For Mice 3. Ottawa Song 4. Gloria Gloom 5. Moon Reprise
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22:46
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| 2. |
-
1. Bad Alchemy 2. Little Red Riding Hood Hits The Road
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8:16
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| 3. |
Ruins
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16:14
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| 4. |
Groningen
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8:49
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| 5. |
Groningen Again
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7:12
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| Gesamtlaufzeit | 63:17 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Oslo
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25:59
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| 2. |
Off The Map
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8:30
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| 3. |
Cafe Royal
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3:22
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| 4. |
-
1. Keeping Warm In Winter 2. Sweet Heart Of Mine
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9:06
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| 5. |
Udine
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9:29
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| Gesamtlaufzeit | 56:26 |
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Rezensionen

"Concerts" präsentiert Aufnahmen aus verschiedenen Epochen der Bandgeschichte "Henry Cows", die in Unterschiedlichen Besetzungen und zum größten Teil live entstanden sind. Leider ist auch die Aufnahme-Qualität sehr uneben: von "hervorragend" bis "mäßig". Die Do-CD hat insgesamt mehr als 124 Minuten Laufzeit, da im Vergleich zur originalen LP-Veröffentlichung noch die improvisierten Tracks hinzugefügt wurden, die "Henry Cow" seinerzeit für die sog. "Greasy Truckers"-Compilation aufgenommen hatten: "Off The Map", "Cafe Royal", "Keeping Warm In Winter / Sweet Heart Of Mine". Die restlichen Nummern stammen von diversen Quellen, größtenteils Live-Konzerten bis auf "Beautiful...", das von einer BBC-Session stammt und daher auch eine hervorragende Aufnahme-Qualität vorweist.
CD 1 beginnt grandios: das Medley aus verschiedenen Stücken der Cow (von "In Praise Of Learning" und "Legend") und einer Nummer von Robert Wyatt ("Gloria Gloom" vom zweiten "Matching Mole"-Album) bietet "Henry Cow In A Nutshell". Die Besetzung, die nach "In Praise Of Learning" übrigblieb (Lindsay Cooper, Chris Cutler, Dagmar Krause, Fred Frith, John Greaves) bietet die hymnischen teutonischen Gesänge Krauses ebenso wie komplexe durchkomponierte Abschnitte mit kompliziert-schrägen Linien oder abenteuerliche instrumentale Ausflüge in Form sägender Gitarren-Soli oder freier Gruppen-Impro. Die Instrumentierung ist dabei nicht ganz so ausgefeilt wie in den Live-Aufnahmen, aber mit Fagott, Oboe, Flöte, Sax, Klarinette, Orgel, Celeste, Piano, Gitarre, Bass, Drums immer noch eindrucksvoll. Dennoch klingen einige Stellen nicht ganz so druckvoll und dicht, andere dagegen gewinnen durch das klarere Klangbild. Auch Greaves Bass klingt auf dieser Aufnahme sehr druckvoll und agressiv, und Cutler macht einige wirklich grandiose Sachen vor allem mit den Becken, die bei einer volleren Aufnahme vielleicht untergehen würden. Insgesamt gehört dieses Medley zur m.E. besten Musik der Cow und braucht sich vor keiner der Studio-Aufnahmen zu verstecken. Mit der zweiten Nummer läßt leider die Aufnahme-Qualität sehr nach: dumpf, undifferenziert, leise. Die Aufnahme ist auch von 1975, aber hier wirkt Robert Wyatt als Gastsänger mit. Das eröffnende "Bad Alchemy" ist eine kleine burleske Nummer von John Greaves und Peter Blegvad mit Piano und Gitarren-Begleitung, die in den Wyatt-Song "Litte Red Riding Hood Hits The Road" geführt wird, jetzt mit der ganzen Band. Allerdings handelt es sich dabei um eine eher unbemerkenswerte piepsige Canterbury-Nummer mit viel Gitarren-Geschrammel und monotonem Rhythmus (Ok, teils in 9/4, aber dennoch monoton), sprich: "Henry Cow" verkaufen sich für meinen Geschmack unter Wert. "Ruins" ist eine ausgedehnte ordentliche Live-Aufnahme des komplexen, vielteiligen "Unrest"-Songs mit heftigem Solieren z.B. von Hodgkinson an der Orgel, leider auch in mäßiger Klangqualität.
Insgesamt zeigen die Aufnahmen eindrucksvoll, dass die Cow die anspruchsvollen, komplexen Stücke auch live kompetent und originell umsetzen konnten.
Ab "Groningen Again" beginnt der Teil der Live-Aufnahmen, der die zweite Leidenschaft der Cows illustriert: freie Improvisation, wobei "Groningen Again" wegen wiedererkennbaren, spanisch angehauchten Akkordfolge in der Gitarre noch relativ gut anhörbar bleibt. Aber spätestens ab der zweiten CD, die praktisch komplett aus Material ohne erstmal erkennbare Strukturen oder Zusammenhänge besteht, wird die Platte richtig anstrengend. Avantgardistische freie Improvisationen, Klangmalereien, Geräusche, Pling, Plong, Sirr, Kratz, Hust, Klirr, Tröt, Knall, Zupf, Friemel, Schlag. Und es gibt hier sicher vieles zu entdecken, eine echte Hörherausvorderung, aber ich muss zugeben: am Stück kann ich mir das ganze nicht anhören, zumindest nicht, ohne zwischendrin die Konzentration zu verlieren und wegzudriften. Eine Stunde hintereinander ist dies einfach zuviel des Guten(?); ich hätte mir hier eine etwas abwechslungsreichere Zusammenstellung gewünscht...
Fazit: vor allem wegen des grandiosen Medleys ist die erste CD wirklich lohnenswert und spannend. Die zweite CD ist halt einfach nur heftig und abgefahren; sicher kein Stoff für viele. Für Fans lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall, denke ich, aber Anfänger sollten sich lieber an die Studio-Alben halten.
| Anspieltipp(s): |
Beautiful As The Moon... |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
11.5.2002 |
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Aber was für Improvisationen! Klar, es klimpert, klappert, rauscht, kreischt, zipfelt und zapfelt viel auf der zweiten CD, aber wie genial! Und mit wieviel Spaß am Klimpern, Klappern, Rauschen, Kreischen, Zipfeln und Zapfeln! "Keeping Warm In Winter/Sweet Heart Of Mine" ist ein instrumentales Kleinod. Oder "Udine"! Gerade "Udine" ist ein absoluter Höhpunkt des Albums, bis zu dem man sich unbedingt vorarbeiten sollte. Zartbesaitete können sich natürlich bis dahin vorklicken, aber was einen da erwartet, ist ein absoluter Hochgenuss. Henry Cow mögen Vieles auf ihrer Habenseite stehen - äh - haben, vor allem aber zeigen sie auf diesem Doppelalbum Geschmack - und das ist etwas, das die wenigsten Bands aus dieser Ecke des Prog vorweisen können. Die Improvisationen sind in ihren besten Momenten - und es gibt derer viele - inspiriert, stringent, folgerichtig und dennoch überraschend, zart, intelligent - und eben geschmackvoll. Wie bei jedem Henry-Cow-Album: Meine Empfehlung an alle, die den neusten Schrei für den neusten Schrei halten.
| Anspieltipp(s): |
"Keeping Warm In Winter/Sweet Heart Of Mine", "Undine"! |
| Vergleichbar mit: |
vergleichen kann ich das mit allem Möglichen - aber dann schneidet Vieles so schlecht ab... |
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| Veröffentlicht am: |
25.3.2008 |
| Letzte Änderung: |
26.3.2008 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Henry Cow
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