La Chute de la Maison Usher
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Patricia Dallio |
Clavier, Sampler |
| Yukari Hamada-Bertocchi |
Clavier, Sampler, Electronique |
| Gérard Hourbette |
Pads, Percussion, Sampler |
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| Daniel Koskowitz |
Pads, Percussion |
| Jérome Soudan |
Pads, Percussion |
| Laurent Dailleau |
Theremin, Electronique |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Orée
1. Lisière 2. Dog tricks 3. Wit 4. Les Verchons fourgus 5. Chemins
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5:41
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| 2. |
Madeline
1. Au-dedans 2. Dog tricks 3. La mare aux larmes
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3:02
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| 3. |
Le Manoir
1. Ombres 2. Dog tricks 3. Wit 4. Éclat 5. Wit 6. Dog tricks 7. Vibrations
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5:06
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| 4. |
Traces
1. Wit 2. Au-dedans 3. Danse de fantomes 4. Verchons fourgus 5. Wit
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2:51
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| 5. |
Le tableau vivant
1. Froz #4 2. Versons fourgus 3. Au-dedans 4. Jabber´s skin 5. Empeintes
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14:07
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| 6. |
Cérémonie
1. Lisière 2. Rayon des vetements obscurs 3. Lézarbouches limacieuses 4. Dog tricks 5. Menacant 6. Écla
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5:26
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| 7. |
Marche au cercueil
1. Au-dedans 2. Rayon des vetements obscurs 3. Vertical 4. Jabber´s skin
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10:01
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| 8. |
Paysage griffé
1. Au-dedans 2. Wit 3. Verchons fourgus 4. Fragments
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7:21
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| 9. |
Láppel de la nuit
1. Régénération 2. Lézarbouches limacieuses
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3:59
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| 10. |
Le retour de Madeleine
1. Verchons fourgus 2. La mare aux larmes 3. Dévasté 4. Résurrection
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5:08
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| 11. |
Le brasier
1. Péroraison 2. Lisiére
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3:30
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| Gesamtlaufzeit | 66:12 |
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Rezensionen

Das Progjahr 2008 lässt sich gut an! Es gibt etwas Neues von Art Zoyd! Die Nordfranzosen haben sich wieder einmal eines Stummfilms angenommen. 1928 erschien "La Chute de la Maison Usher" des Franzosen Jean Epstein, der zwei Kurzgeschichten von Edgar Allen Poe miteinander vermischt ("The Fall of the House of Usher" und "The Oval Portrait").
Es geht da um einen schottischen Edelmann, der an einem Portrait seiner Gemahlin arbeitet und mit Erschrecken feststellt, dass seine Frau mehr und mehr an Lebenskraft verliert, je weiter er mit dem Gemälde fortschreitet. Trotz dieser warnenden Vorzeichen setzt er seine Arbeit fort und löst damit die unheilvollen Vorgänge aus, die schließlich zu seinem und seines Hauses Untergang führen sollen. Der Film wurde damals aufgrund seiner impressionistischen Bildgestaltung und des "caligaristischen" Dekors gelobt. Selbst gesehen habe ich den Streifen allerdings nicht.
Das alles hört sich aber so an, als wäre der Film gut dafür geeignet, dass Art Zoyd ihn als Vorlage für ihre Klangschöpfungen verwenden. Komponiert haben das nicht ganz 70-minütige Werk Gérard Hourbette, Patricia Dallio, Didier Casamitjana und Kasper T. Toeplitz. Diese haben ein typisches Art-Zoyd-Album geschaffen, voller voluminöser Tonkonstrukte, die druckvoll und mächtig aus den Boxen fließen. "La Chute de la Maison Usher" ist, dem Thema entsprechend, das düsterste Album der Gruppe seit "Nosferatu".
Sonore und bedrohliche Tonwälle beherrschen die Musik. Verschiedenste Tastensounds, unzählige Samples, Lärm, Stimmen, Naturgeräusche (recht häufig sogar Vogelgesang) und allerlei Perkussion werden zu vielschichtigen, elektronisch-akustischen Klanglandschaften vermengt. Im Vergleich zu den unmittelbaren Vorgängeralben ("Metropolis" und "Le champ des larmes") lassen sich auf "La Chute de la Maison Usher" stellenweise auch einige "richtige", wenn auch vermutlich gesampelte Instrumente heraushören (Rohrblatt- und Blechbläser, Streicher, Bass, E-Gitarre und Piano). Ein sehr dichtes und intensives Gemenge aus Klang ist das Ergebnis, welches verstörende und bedrohlich, geheimnisvoll brütend, mitunter aber auch industriell lärmend auf den Hörer einströmt.
"La Chute de la Maison Usher" bietet großes Ohrenkino für den kompromisslosen Klangabenteurer. Über eine Stunde lang dringen hier wirre, gewaltige und kantige Tonskulpturen auf den Hörer ein, reihen sich Momente geprägt von spannungsgeladenem Tonschweben und kargen Klangminiaturen an heftige, symphonisch-lärmende Ausbrüche und tumultöse Soundwälle. Hier kann man für über eine Stunde eintauchen in fremdartige Klangwelten, tritt ein in gewaltige Kathedralen aus Klang, endlose Labyrinthe aus wirren Tönen und schattenverhangenen Soundkatakomben. Pulsierend, wie der Herzschlag einer gigantischen Maschine hämmern sich die Klänge in das Ohr des Lauschenden und treiben voluminös der endgültigen Apokalypse, dem Untergang des Hauses Usher entgegen.
Es ist erstaunlich, wie es Art Zoyd seit über 30 Jahren schaffen alle paar Jahre ein ungewöhnliches, auf höchstem Niveau musiziertes und perfekt produziertes Album zu veröffentlichen, ohne auch nur den winzigsten kommerziellen Kompromiss einzugehen. Wer sich für Avantgarde interessiert, kann hier bedenkenlos investieren! Wer kantige Elektronik, RIO und zeitgenössische Klassik schätzt und immer noch nichts von Art Zoyd kennt, sollte nun endlich zugreifen!
Ach ja. Art Zoyds "La Chute de la Maison Usher" wird am 8. Februar 2008 im Auditorium des Louvre uraufgeführt. Wer da gerade zufällig in Paris ist ...
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.1.2008 |
| Letzte Änderung: |
15.4.2008 |
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