Still Life
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Vertigo |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Martin Cure |
Vocals |
| Graham Amos |
Bass |
|
| Terry Howells |
Organ, Piano |
| Alan Savage |
Drums |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
People In Black
|
8:20
|
| 2. |
Don't Go
|
4:37
|
| 3. |
October Witches
|
8:05
|
| 4. |
Love Song No. 6 (I'll Never Love You Girl)
|
6:37
|
| 5. |
Dreams
|
7:34
|
| 6. |
Time
|
6:26
|
| Gesamtlaufzeit | 41:39 |
|
|
Rezensionen

Preisfrage für das Progrock-Quiz: Was hatten Still Life und Nektar gemeinsam? Antwort: Den Gitarristen Roye Albrighton. Still Life aus Coventry hießen vorher The Rainbows und hatte Roye Albrighton in ihren Reihen. Er hatte auch schon bei den Peeps die Gitarre bedient, wie sich die Band um Sänger Martin Cure zuerst nannte.
1968 spielten die Rainbows in Hamburg im Star Club. Dort kam es auch zu Jam-Sessions mit der Formation The Prophets, der u.a. Alan 'Taff' Freemann, Ron Howden und Derek 'Mo' Moore angehörten. Wenig später verließ Albrighton die Rainbows und startete mit dem ebengenannten Trio die Formation Nektar. Die verbliebenen Rainbows ließen den Gitarristenposten vakant und nannten sich, nachdem auch der Schlagzeuger Paul Wilkinson ausgestiegen war, Still Life. Die Gruppe hatte einen Vertrag mit Vertigo, wo 1971 das einzig Album der Band erschien. Schlagzeuger Alan Savage wurde offenbar erst kurz vor den Aufnahmesessions als Ersatz für Wilkinson rekrutiert.
"Still Life" ist im Vinyloriginal eine der seltensten Vertigo-Scheiben. Eine größere Geldausgabe kann man sich allerdings ersparen (wobei sich allerdings die Frage stellt, ob man die Scheibe überhaupt braucht - siehe unten), wurde das Album doch von Repertoire und Akarma auf CD wieder veröffentlicht.
Still Life bieten auf ihrem einzigen Album recht typischen, britischen Orgelprog oder Orgelprotoprog, wie er Anfang der 70er Jahre nicht gerade selten war. Deep Purple oder Uriah Heep ohne E-Gitarre hätten wohl so oder so ähnlich geklungen, vorausgesetzt, dass aufgrund dieses Mangels das Orgelspiel weiter in den Vordergrund gerückt worden wäre. Die Scheibe beginnt eigentlich recht interessant. Akustikgitarrengeschrammel begleitet dezente Flötenlinien, ehe der expressive Gesang einsetzt. Cures Organ erinnert bisweilen frappierend an Peter Hammill (was, wohl auch wegen der Band- bzw. Albumnamens, zu gewissen stilistischen Zuweisungen und Spekulationen geführt hat, die aber meines Erachtens ziemlich aus der Luft gegriffen sind), bisweilen aber auch, immer dann wenn es etwas schmachtender und bewegter zugeht, an David Byron von Uriah Heep. Die Flöte, von der nicht ganz klar ist, wer sie bedient, taucht im Laufe der Scheibe leider nicht mehr auf. Ein paar jazzige Spuren und diverse Stellen mit von der Klassik inspirierten, verspielten Orgelmustern (mitunter parallel vom Klavier unterstützt), täuschen leider nur schlecht darüber hinweg, dass hier und in den restlichen Nummern der Scheibe, recht ordinäre, wenig originelle, wenn auch durchaus versiert gespielte Kost geboten wird. Das soullastige "Don't go" schrammt dabei stellenweise ziemlich hart an der Kitschgrenze entlang.
"Still Life" ist eine ganz ordentliche, doch alles in allem eher unspannende Scheibe, nach der sich eigentlich nur komplettistisch veranlagte Hammond-Freaks und Liebhaber orgellastigen 70er-Jahre-Hardrocks (Hardprogs) umschauen können (aber sicher nicht müssen). Allzu "hart" ist das Gebotene allerdings auch nicht. Das Cover ist dagegen ziemlich originell. Das beschauliche Blumengebinde ziert nämlich - was man erst sieht, wenn man das Klappcover öffnet - einen Totenschädel.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
15.4.2008 |
| Letzte Änderung: |
1.5.2013 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
|