Exodus - Slaves for Life
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
InsideOut/SPV |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Hanan Abramovich |
Guitars |
| Yuval Kramer |
Guitars |
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| Erez Yohanan |
Drums, Percussions, Narrator |
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Gastmusiker
| Mats Leven |
Lead Vocals |
| Kobi Farhi |
Oriental Vocals |
| Angela Gossow |
Death Vocals (Track 4) |
| Yotam Avni |
Growl Vocals (Track 4) |
| Maya Avraham |
Female Vocals (Track 5) |
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| Amir Gvirtzman |
Flute |
| Yatziv Casby |
Tablas (Tracks 2,4) |
| Yair Yona |
Bass (Tracks 5,6) |
| Philharmonic Orchestra |
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| Kobi Yagen, Markus Teske, Kobi Farhi, Hanan Avramovich, Yuval Kramer, Erez Yohanan |
'Actors' on played scenes |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Sorrow
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2:41
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| 2. |
Slaves for life
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8:28
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| 3. |
Birth of deliverance
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11:11
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| 4. |
Midian
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11:48
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| 5. |
Zipporah
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6:10
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| 6. |
The burning bush
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6:31
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| 7. |
Wooden staff
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9:13
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| 8. |
Return to Egypt
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3:26
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| 9. |
Ten plagues
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11:29
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| 10. |
Land of the dead
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6:54
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| Gesamtlaufzeit | 77:51 |
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Rezensionen

Bei den Stichworten Progmetal und Israel dürften die meisten Leser ? sofern ihnen überhaupt ad hoc etwas einfällt ? sofort an Orphaned Land denken. Während besagte Truppe ihre Anhänger seit ihrem auch auf diesen Seiten hochgelobten Album ?Mabool? nun schon vier Jahre auf den Nachfolger warten lässt schickt sich mit Amaseffer eine weitere Truppe aus dem Heiligen Land an, die Progmetalwelt zu erobern. Während die drei Jungspunde alle Instrumente selber bedienen, haben sie sich für den Gesang hochkarätige Verstärkung in Form von Ex-Malmsteen-Röhre Mats Leven, Arch-Enemy-Chefgrunzerin Angela Gossow und ? last, but not least ? Orphaned-Land-Fronter Kobi Farhi für die orientalischen Passagen an Bord geholt.
Moment, wird der geneigte Leser nun anmerken: Progmetal, teilweise klassischer Metal-Gesang, teilweise orientalischer Gesang ? wenn die Mucke jetzt auch noch entsprechende Einflüsse hat, dann klingt das aber schon ziemlich genau wie eine Beschreibung von Orphaned Land. Und tatsächlich ist die Musik auf ?Exodus ? Slaves for Life?, das wie der Name schon andeutet die ersten Kapitel des entsprechenden Buches des Alten Testaments musikalisch umsetzt, sehr deutlich von Orphaned Land bzw. insbesondere deren Meisterwerk ?Mabool? inspiriert. Oder sollte man besser sagen, es wirkt davon inspiriert? Nach wie vor bin ich mir nämlich nicht sicher, ob die Anlehnung tatsächlich so stark ist (wofür natürlich auch die Beteiligung von Kobi Farhi spricht) oder ob die pure Tatsache der orientalischen Einflüsse, die ja im Progmetal immer noch sehr selten sind diese Assoziation unabhängig von der Ähnlichkeit im Detail sofort weckt. Eine (nicht ganz) repräsentative Umfrage unter Bekannten jedenfalls hat ergeben, dass unabhängig von der Beantwortung der obigen Frage jeder direkt an ?Mabool? denkt, wenn er Amaseffers Debüt hört.
Nun ist das per se nicht schlimm. ?Mabool? war ein sehr gutes Album und wer nach weiterer gut komponierter und gespielter Musik in dieser Richtung lechzt, der wird an dem Erstling der Israelis seine Freude haben. Problematisch an der Ähnlichkeit ist nur, dass ?Exodus - Slaves for Life? in vielerlei Beziehung nicht an seinen älteren Bruder heranreicht. Das fängt damit an, dass das gesamte Album größtenteils in einem episch-getragenen, bisweilen hymnischen Stil daherkommt, dem eine häufigere Abwechslung durch dynamischere Passagen sicherlich gut getan hätte. Auch sind viele technischere Passagen zwar für sich genommen durchaus gelungen, wirken aber im Gesamtkontext der Songs wie Fremdkörper. Zudem wird der Fluss durch die bei Konzeptalben (leider ? kann man das nicht ins Booklet schreiben?) typischen Narrator-Einschübe, die teils deutlich zu lang ausfallen (und die dank mangelnder Hebräisch-Kenntnisse ohnehin kaum jemand verstehen dürfte), immer wieder unterbrochen.
Insgesamt haben Amaseffer aber trotz der genannten Kritikpunkte auf ihrem Debüt durchaus auch einiges auf der Haben-Seite vorzuweisen. So ist Mats Leven ? wie ja auch schon von seinen Arbeiten mit Yngwie Malmsteen bekannt ? ein ausgezeichneter Metal- und Hardrocksänger, der in diesem Segment Kobi Farhi deutlich hinter sich lässt und damit zumindest für einen Punkt sorgt, den die Band gegenüber ihren Landsleuten machen kann. Dazu kommt noch eine wirklich gute und transparente Produktion und die Tatsache, dass trotz der angebrachten Kritik alle Kompositionen immer noch mindestens solide bis gut sind und instrumental auch rein gar nichts anzumeckern ist.
Kurz gesagt, merkt man ?Slaves for Life? an vielen Stellen an, dass es Amaseffers erstes Album ist. Aber es macht auch deutlich, dass die drei Israelis hochtalentiert sind, ihnen aber noch die Reife fehlt, um wirklich die Fußstapfen ihrer Vorbilder ausfüllen zu können. So ist halt das Leben: Während dicke deutsche Ex-Bundeskanzler von der ?Gnade der späten Geburt? dummfaseln können, trifft andere Bands die Ungnade der späten Geburt ? wäre ?Exodus ? Slaves for Life? nämlich das erste Album in dieser Richtung des Progmetals gewesen, würden wahrscheinlich die meisten (und wahrscheinlich auch ich) ob der absoluten Neuartigkeit wild onanierend vor der Anlage herumstehen. Sobald aber etwas bereits bekannt ist, fällt es weit schwerer, vorhandene Schwächen zu überhören und durch den Reiz des Neuen zu übertünchen.
Nichtsdestotrotz: ?Exodus ? Slaves for Life? ist ein starkes Debüt von einer Band, von der wir bei einer Weiterentwicklung, die die vorhandenen Schwächen und Ungereimtheiten ausbügelt und für ein schärferes eigenes Profil sorgt, noch viel erwarten dürfen. Ich bin zumindest auf die beiden weiteren Teile der Trilogie, die abschließend wohl das vollständige 2. Buch Mose umfassen soll, gespannt. Fans von Orphaned Land müssen eigentlich jetzt schon zugreifen, alle anderen sollten zumindest mal reinhören (wobei man dann eigentlich aber beim Original beginnen sollte).
| Anspieltipp(s): |
Slaves for life, Ten plagues |
| Vergleichbar mit: |
Orphaned Land |
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| Veröffentlicht am: |
16.8.2008 |
| Letzte Änderung: |
16.8.2008 |
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Wahre Worte der Kollegen, von mir vielleicht noch ein ?Blick von der anderen Seite der Medaille? (in Sinne des Gelegenheits-ProgMetallers) auf das Debütalbum von Amaseffer. Die Israelis müssen einiges an Vergleichen ? zu recht ? aushalten, aber wenn man das mal ausblendet, was bleibt? Kollege Egbers hat es bereits angedeutet: Ein respektables Debüt, welches durchaus konsequent Wege abseits allzu ausgetrampelter Pfade sucht.
Amaseffer entfalten cineastischen Breitwandrock, überlebensgroßes Ohrenkino, einen Soundtrack, der mit Spielszenen und Erzählpassagen sozusagen die Hörbilder gleich mitliefert. Darauf muss man sich natürlich einlassen und das macht das Ganze auch Spaß. Mich stören noch nicht einmal die Erzählpassagen, normalerweise ein absolutes ?No Go?, besonders. Die in hebräisch gewisperten, geröchelten, gestöhnten oder auch mal hingekotzten Einschübe steigern eher noch die exotische Anmutung des Albums und klingen in meinen Ohren eher wie klingonisch. Die knackigen Gitarren und heftigen Drums sorgen für einen wohligen Härtegrad und das ist ein Hinweis darauf, dass es hier gar nicht mal übertrieben heftig zur Sache geht. Die Ethnoeinflüsse haben die Kollegen schon gewürdigt, ich füge noch die abwechslungsreiche Instrumentierung hinzu. Es gibt Flötenpassagen, irgendwer wird schon ein paar Keyboards gespielt haben und ein ganzes Philharmonie-Orchester war auch beteiligt, so wirken auch die bombastischeren Momente nicht allzu künstlich. Manchmal erinnert die Musik vage an Therion oder Pain of Salvation, und auch das ist aller Ehren wert.
Mit Mats Leven hat man zweifellos einen starken Sänger am Start, aber ich hätte es ehrlich gesagt spannender gefunden, wenn man jemanden engagiert hätte, der eher die Ethno-Komponente stärkt, oder eben einfach Kobi Farhi mehr Raum gegeben hätte. Wenn man allerdings liest, das ursprünglich Andy Kuntz von Vanden Plas Levens Part übernehmen hätte sollen, dann bin ich ganz schnell wieder ruhig.
Der Schwachpunkt des Album ist ganz klar seine Länge, die sicherlich durch die vielen szenischen und erzählerischen Einflüsse bedingt ist. Dadurch treten gewisse Längen und die insgesamt sicherlich zu geringe Dynamik (es spielt sich vieles eher im Midtempo ab) unangenehm deutlich zu Tage. Gut die zugrunde liegende Geschichte bedingt sicherlich auch etwas ?ernste? und gelegentlich getragene Musik, allerdings macht das das Hören auch ein bisschen anstrengend.
Und ganz am Schluss doch noch der Vergleich: Ja, das erinnert an ?Mabool? von Orphaned Land. Und ja, ?Mabool? spielt (noch) in einer anderen Liga, aber Amaseffer schlagen sich achtvoll. Und wer den Mut hat ? wie weiland Riverside ? sein musikalisches Leben gleich mit einer Trilogie über einen nicht leichten Stoff zu beginnen, der hat meine Sympathie.
| Anspieltipp(s): |
eigentlich geht nur ganz hören, für einen ersten Eindruck: "Slave for Life" |
| Vergleichbar mit: |
na, was wohl ;-) |
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| Veröffentlicht am: |
6.9.2008 |
| Letzte Änderung: |
6.9.2008 |
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