Seasons End
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
EMI |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Steve Hogarth |
Stimme |
| Steve Rothery |
Gitarre |
| Mark Kelly |
Keyboards |
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| Pete Trevawas |
Bass |
| Ian Mosley |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The King Of Sunset Town
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8:02
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| 2. |
Easter
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5:58
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| 3. |
The Uninvited Guest
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3:53
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| 4. |
Seasons End
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8:08
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| 5. |
Holloway Girl
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4:28
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| 6. |
Berlin
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7:44
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| 7. |
After Me (Bonus Track)
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3:20
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| 8. |
Hooks In You
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2:55
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| 9. |
The Space...
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6:15
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| Gesamtlaufzeit | 50:43 |
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Rezensionen

Die erste Platte nach Fish, und auch wenn man ruecklickend merkt, dass Steve H noch nicht so locker und souveraen rueberkommt wie heute, blaest einen der Gesang im Vergleich zu vorher doch ziemlich weg...
"King Of Sunset Town" bietet h die Moeglichkeit, sotto voce einzusteigen in eine typische Marillion-Komposition, wenn auch eher uptempo und froehlich (naja, die Musik). Der Refrain dann laesst ihn Hoehen erklimmen, vor denen Fish leider haette kapitulieren muessen... Egal, wir wollen das vergleichende Moment damit erstmal vergessen.
"Easter" ist vielleicht DER Klassiker der Platte. Der erste, von H geschriebene Teil kommt folkig rueber, schoene Melodien, leichte Vocals... und dann kommt vielleicht DAS Gitarrensolo der h-Phase der Band. Von Rothery im First Take eingespielt und geschrieben (er musste es fuer die Gigs dann lernen!) und so pur und durchdringend, dass allein das den Song hoerenswert machen wuerde... allerdings ist der abschliessende 5/8 auch sehr schoen und toll arrangiert. "The Uninvited Guest" hat sich zum Live-Shooter gemausert, ist aber nicht so ganz mein Ding. Durchschnittsmarillion.
"Seasons End" handelt von der anstehenden Klimakatastrophe, und - mit Verlaub - dementsprechend fuer den Arsch sind die Lyrics. Platt, plakativ... das haben sie dann in "Under the sun" (Radiation) besser gemacht. Atmosphaerisch dicht und wieder mal mit Gitarrenerguessen, aber der angehaengte Schlußpart wirkt aehnlich deplaziert wie die gewollt krummen Takte von "100 nights" oder "Gazpacho" spaeter. "Holloway Girl" lebt von Trevawas' Bassriff und ein paar netten Melodien, wieder mal in hoechsten Hoehen fuer die Vocals! Allerdings sind auch hier die Lyrics wieder ein echter Reinfall... Ich wuesste gerne mal, was ein "Holloway Girl" (Holloway ist ein Londoner Gefaengnis) zu "There isn t a mountain in this whole world you cannot climb" sagen wuerde... Aber ich kann nicht genug Slang, um da treffende Vermutungen anzubringen...
"After me" ist eine wundervolle (semi-akkustische) Ballade mit - zur Abwechslung mal - tollen Lyrics und immer noch grazioesen Vocals. Auch der Rest der Band haengt sich voll rein! "Berlin" entfuehrt uns ins Berlin vor der Wende und berichtet von einem Fluchtversuch. Auch hier sind die Lyrics klasse (vor allem der Schluss), die Musik schwankt zwischen Kuehle und Aggression - Bedrohlichkeit pur! "Hooks in You" ist eine ProgSingle mit krummem Takt und trotzdem ganz netten Melodien. Nichts Besonderes, aber natuerlich immer noch besser als der Rest des Radioprogramms. "The Space..." ist fuer mich der Hoehepunkt des Albums. Epische Streicher, expressionistische Lyrics, ein Wahnsinns-6/8 in der Mitte (einer der besten Parts von M ueberhaupt!) und H in Tonlagen fuer Koenner am Schluss. Kaufen, sag ich!
Fazit: Auch wenn sich Herr Hogarth noch nicht ganz in die ab ungefaehr Brave perfektionierte Flussatmung eingefuehlt hat, seine Hoehen also noch nicht richtig souveraen kommen, macht er hier schon sehr deutlich, was fuer einen Gluecksgriff Marillion getaetigt haben! Die Kompositionen heben sich nicht wirklich von Clutching At Straws ab - kein Wunder, wurden doch viele der Lieder schon in den CaS-Sessions geschrieben! Ein gelungenes Album einer Band, die allerdings ganz klar auf der Suche nach einem neuen Stil war!
| Anspieltipp(s): |
King of sunset town, Easter |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
14.4.2002 |
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War das aufregend, als damals diese CD angekündigt wurde: viele trauten sich erst mal nicht so richtig an das neue Material heran, warteten vorsichtig auf die erste Single; andererseits konnte man das Album auch nicht einfach stehen lassen, neuer Sänger hin oder her. Ich erinnere mich daran, dass ich doch ein wenig Hoffnung schöpfte, weil der ?Marillion?-Schriftzug über den Coverbildern immerhin noch derselbe war, und beschloss vorweg, die Platte in jedem Fall gut zu finden...:-).
Dann hörte ich sie bibbernd an und war von Hogarth?s Stimme sofort maßlos enttäuscht, ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr. Aus heutiger Sicht beurteile ich das ganz anders, denn ein Fish-Klon wäre schließlich oberpeinlich gewesen; gerade ich kenne mittlerweile genügend missglückte Beispiele von Bands, die das versucht haben (man denke nur z.B. an Jump ? grässlich!). Und außerdem hätten Marillion das haben können, wenn sie?s nur gewollt hätten: immerhin hatte sich Galahad?s Stuart Nicholson um den Job des Sängers beworben.
Aber dieser Hogarth? Mal klang er säuselnd, mal weinerlich, fast immer irgendwie näselnd-verschnupft und in jedem Fall verletzlich. Das ist ja eigentlich kein Problem an sich, die Band hat seither oft genug bewiesen, dass man tolle Musik auf dieser Grundstimmung aufbauen kann, aber was gar nicht mehr funktionieren konnte, war die bisherige Mischung aus Verletzlichkeit und Aggressivität, die Fish so perfekt verkörpert hatte; das hätte m.E. auch nie versucht werden sollen: ?Uninvited guest? scheint ein Versuch zu sein, der in diese Richtung gehen sollte; der Song kam denn auch als Single, aber seine Aussage überzeugte mich nie.
Ein Gedanke, den ich bis heute nicht loswerde, ist der, dass die Band sich damals einen neuen Namen hätte geben sollen, um das Ende der alten Zeiten definitiv zu untermauern. Ich jedenfalls sah und sehe es so, dass die ?Saison zu Ende? und ?Season?s End? das Debütalbum einer ?neuen? Band war, denn Erinnerungen an ?Marillion? wurden bei mir kaum noch wach. Das geht mir ebenfalls bis heute so.
Dabei gab es noch immer die gewohnten Rothery-Gitarrenläufe, und Trewavas fühlte sich auf seiner Spielwiese ebenfalls unverändert heimisch. Neu waren ?nur? die Stimme und auch schon die Keyboards, denn Mark Kelly hielt sich plötzlich mehr im Hintergrund, vermied die typischen Neoprog-Soli, gab sich eher mit einer Sound-Grundlage zufrieden, aus der er nicht mehr vorwitzig hervorlugte. Gerade das zeigte schon 1989 den ersten Ansatz zu einem neuen Kurs an, der aus dem Neoprog-Fahrwasser letztlich hinausführen sollte ? ein Wagnis, das, wie man heute weiß, bravourös geklappt hat, wenn auch weder auf Anhieb noch in einem kontinuierlichen Verlauf.
Aber starke Songs enthält dieses ?erste? Album zweifelsohne zuhauf; letztlich ist fast alles nachhaltig beeindruckend, abgesehen nur von ?Holloway girl?, das zwar ganz gut anfängt, bis es durch endlose Refrain-Wiederholungen zergeigt wird, und ?Hooks in you?, das eindeutig ein ?Incommunicado?-Nachfolger werden sollte, aber nicht im entferntesten dessen Spannkraft aufweist. Anstelle dieser Schwachmatiker-Songs hätten lieber die Single-B-Seiten-Bonustracks (?Bell in the sea; The release?) auf das Album kommen sollen, dann wäre es glatt umwerfend gut geworden, obwohl es natürlich auch ein toller Effekt war, dass die Band noch solche Perlen in der Hinterhand hatte.
Totale Meisterstücke sind ?Berlin? (das Saxophon!), ?King of sunset town? (das Intro!), ?Season?s end? (das filigrane Outro!) und ?The space? (die Mittelzäsur!), wobei freilich auch das ?Berlin?-Saxophon seinerseits schon in eine neue musik-weltanschauliche Richtung weist.
Wie gesagt, hatte ich immer Probleme, mich an Hogarth zu gewöhnen, aber ?Seasons End? ist bis heute eins meiner Lieblingsalben von Marillion geblieben ? wenn ich es auch immer noch irgendwie unter einem imaginären anderen Bandnamen in meinem Kopf einsortiert habe...
| Anspieltipp(s): |
Berlin |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
4.8.2004 |
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Mir ging es damals wie Kollege Henning: im ersten Moment machte sich ein wenig Enttäuschung breit. Die neue Stimme war einfach zu "anders". Diese Enttäuschung wurde jedoch rasch von Neugier und später von Wohlwollen und schliesslich punktuell auftretender Begeisterung abgelöst. Das waren nicht mehr die alten Marillion, aber die neuen gefielen mir ebenso gut. In der Grundausrichtung teilweise hymnischer und bombastischer als noch auf Clutching at Straws entwickelte sich die Scheibe über die Jahre zu meinem Lieblingsalbum der "neuen" Marillion. Und ist es bis heute geblieben. Höhepunkte (auch im Gesamtwerk der Band) sind "King of Sunset Town", "Easter", "After Me" (gigantischer aber zu kurzer Schluss, der an Intensität keinen Vergleich zu scheuen braucht und alleine die Investition rechtfertigt) und schliesslich "The Space..." (welch Finale). Und wenn die Platte zu Ende und die letzte Note verklungen ist, dann weiss man: Hogarths Stimme passt hier perfekt wie die berühmte Faust aufs Auge. Man stelle sich Fish dazu vor. Eben.
| Anspieltipp(s): |
King of Sunset Town, After Me, The Space |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.9.2007 |
| Letzte Änderung: |
26.9.2007 |
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