Viandra
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Lars Hollmer |
Accordions, Keyboards, Melodica, Percussion, Mandolin, Mandola, Voices, Sounds |
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Gastmusiker
| Michel Berckmans |
Bassoon, English Horn, Oboe, Melodica |
| Santiago Jimenez |
Violin |
| Andreas Tengberg |
Cello |
| Morgan Agren |
Drums |
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| Coste Apetrea |
Mandolin |
| Ulf Wallander |
Sax |
| Love Hollmer, Viggo Hollmer, Klara Pellas |
Voices |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Viandra
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2:49
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| 2. |
Mirror Objects
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1:19
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| 3. |
Sök
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2:08
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| 4. |
Snabb
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4:20
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| 5. |
Moldaviska
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1:09
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| 6. |
Paztema
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3:50
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| 7. |
Prozesscirk
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4:34
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| 8. |
Merged With Friends
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1:47
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| 9. |
Konstig
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4:41
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| 10. |
Baladeis
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2:49
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| 11. |
Strutt
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1:55
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| 12. |
Lilla Bye
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2:51
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| 13. |
Första 05
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3:33
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| 14. |
Alice
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4:09
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| 15. |
Överdagö
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2:26
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| 16. |
Folkdron Mendad
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5:24
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| Gesamtlaufzeit | 49:44 |
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Rezensionen

Lars Hollmers zehntes (wenn ich richtig gezählt habe) Studioalbum ist zwar schon im Mai 2008 erschienen und ich habe die Scheibe schon eine ganze Weile, doch hat es mich bisher nicht so recht gedrängt eine Rezension dazu zu verfassen, ist das Album bei mir etwas in Vergessenheit geraten. Fast, so scheint es, habe ich auf eine passende Gelegenheit gewartet, etwas über die CD zu schreiben. Die Gelegenheit ist nun da. Im Dezember 2008 ist Lars Hollmer nämlich überraschend verstorben. "Viandra" wurde so zu Hollmers letztem Album und meine Rezension verwandelt sich in einen Nachruf.
Mit Hollmer ist eine der charakteristischsten Gestalten der schwedischen Musikszene abgetreten, die nicht nur für die Entwicklung der progressiven Töne in jenem Land eine entscheidende Rolle inne hatte, sondern auch international als Mitinitiator der RIO-Bewegung. Als Gründungsmitglied von Samla Mammas Manna war er Anfang der 70er Jahre in einer der (wenn nicht der) ersten schwedischen Progbands zu finden. Die Formation hielt er, mit längeren Unterbrechungen, bis in die 90er Jahre am Leben, auch wenn sich deren Namen mitunter leicht veränderte (siehe Zamla Mammaz Manna und Von Zamla). Dazu war er solistisch aktiv und musizierte mit unzähligen Musikern des weiteren Umfelds der RIO-Szene, Folkmusikern und auch oft mit japanischen Avantproggern (siehe "Sola").
Die meiste Zeit verbrachte der bescheidene Schwede aber relativ zurückgezogen in seinem Chickenhousestudio, wo er als Multiinstrumentalist an seinen Klangschöpfungen bastelte. Auch "Viandra", wie alle seine Soloalben, ist das Ergebnis dieser Basteleien. Die hier versammelten Stücke entstanden im Zeitraum 2001 bis 2007. Immer wieder lud Hollmer auch in Progkreisen sehr bekannte Mitmusiker zu Sessions ein, oder bat sie um Aufnahmen, mit denen er die Nummern klanglich ergänzte.
Das Ergebnis ist eine sehr abwechslungsreiche Sammlung an "Avant-Folk", von der man nicht unbedingt behaupten könnte, dass sie sonderlich andere Musik bieten würde, als Hollmers anderen Soloscheiben. Nordisch-Folkloristisches, bestimmt von Hollmers Akkordeon, Kammerprog, symphonisch-klassische Einsprengsel, Kirmesmelodien, Tänze und Lieder vereinigt der Schwede zu einer ganz eigenen Mischung, die getragen bis schwungvoll und oft leicht angeschrägt aus den Boxen kommen. Eine Spur melancholischer und ruhiger scheint mir die Musik im Vergleich zu früheren Scheiben zu sein, doch gleichzeitig ist das Ganze druckvoll und dicht produziert und gleitet sehr eindringlich durch die Gehörgänge.
Wer die Musik Hollmers schätzt, bekommt hier mehr davon und zudem genau das, was er erwarten wird. Wer noch nichts von Hollmer kennt, für den ist "Viandra" ein ideales Album, um daran etwas zu ändern. "Viandra" ist vielleicht das rundeste Album des Schweden und sicher sehr charakteristisch für seine Musik.
Mach's gut Lars!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.1.2009 |
| Letzte Änderung: |
28.1.2009 |
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