Minstrel In The Gallery
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
11.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Ian Anderson |
Gesang, Gitarre, Flöte |
| Martin Barre |
Gitarre |
| John Evan |
Klavier, Orgel |
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| Jeffrey Hammond-Hammond |
Bass |
| Barriemore Barlow |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Minstrel in the Gallery
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8:16
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| 2. |
Cold Wind to Valhalla
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4:20
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| 3. |
Black Satin Dancer
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6:53
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| 4. |
Requiem
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3:46
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| 5. |
One White Duck/010=Nothing at All
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4:39
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| 6. |
Baker St. Muse
1. Pig-Me and the Whore 2. Nice Little Tune 3. Crash-Barrier Waltzer 4. Mother England Reverie
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16:42
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| 7. |
Grace
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0:38
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| Gesamtlaufzeit | 45:14 |
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Rezensionen

Mit "Jethro Tulls" 75er-Album "Minstrel In The Gallery" zeigte sich Bandleader Ian Anderson im Nachhinein nur mässig zufrieden. Es sei zu sehr wie ein Solo-Album geworden. Ich denke, die meisten Hörer können dies kaum nachvollziehen.
Gerade die ersten drei Nummern leben doch sehr von Martin Barres messerscharfer E-Gitarre, hier hart und röhrend wie nie zuvor; teilweise kommt fast Heavy-Feeling auf. All diese Stücke strahlen eine seltsame harsche aber auch melancholische Atmosphäre aus, trotz teils akustischer Intros und Streicherunterstützung wirken Gitarre und Hammond Orgel sehr kantig und rockig, aber dies alles sehr reizvoll. Nach dem sanften Intro bietet das Titel-Stück erst einen ebenso hard rockenden wie proggenden Einstieg zum stampfenden Haupt-Teil. "Cold Wind To Valhalla" hat wirklich die eisige Atmosphäre einer nordischen Sage, und bei hektischem Rhythmus, jaulender Gitarre und hyperaktivem Schlagzeug spürt man den Wind wirklich um die Ohren Pfeifen: einer meiner Tull-Lieblingssongs überhaupt. In "Black Satin Dancer" alterniert dann nach dem hymnischen, mit Streichern orchestrierten Anfang sanfte Stellen mit heftigen elektrischen Ausbrüchen, und schliesslich wird auch dieses Stück zu einer richtigen Hardrocknummer.
Die nächsten beiden Nummern und das abschliessende sehr kurze "Grace" sind dann allerdings tatsächlich fast Solo-Nummern: Ian Anderson an der akustischen Gitarre, Flöte und am Gesang, teils begleitet durch David Palmers Streicher-Arrangements. "Requiem" ist trotz des Titels eine eher leichtfüssige Nummer mit klassisch angehauchter Akkordfolge, während "One White Duck/010=Nothing at All" einige sehr schöne ruhige Teile durchläuft. Ian Andersons sanfte akustische Stellen geraten fast immer wirklich schön und unpeinlich, so auch hier.
Das längliche "Baker St. Muse" kombiniert dann teils geniale, teils nicht so eindrucksvolle akustische und rockig elektrische Stellen, so dass es mich immer ein wenig hin und hergerissen zurücklässt und nicht z.B. an die Qualität der ersten Seite von "Thick As A Brick" heran kommt (um auch eine längere Tull-Nummer zu Vergleich heranzuziehen), da für meine Ohren weder die einzelnen Teile noch die Instrumente im Arrangement überzeugend zu einer Einheit verschmelzen; für eine solche längere Übung wäre vielleicht ein weniger kantiger und etwas organischerer Sound besser gewesen als der kantige Klang, der den kürzeren Stücken noch sehr gut bekam.
Aber obwohl mich "Baker St. Muse" nicht recht überzeugt, sind die ersten drei Nummern und "One White Duck/010=Nothing at All" immer noch so gut, dass "Minstrel In The Gallery" zu meinen Lieblins-Tull-Alben gehört. Reinhören insbesondere für die empfohlen, die "Jethro Tull" mal von einer etwas heftiger rockenden Seite her kennenlernen wollen.
| Anspieltipp(s): |
Cold Wind to Valhalla |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
16.5.2002 |
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Zu Udos Bemerkungen gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen, daher nur ein paar Worte zur 2002 erschienenen Remaster-Version: diese kommt mit fünf Bonustiteln, neben den Studioaufnahmen "Summerday Sands", "March the Mad Scientist" und "Pan Dance" gibt es Live-Versionen von "Minstrel in the Gallery" und "Cold Wind to Valhalla". Was man auf dem Cover nicht erfährt: die beiden Liveaufnahmen werden nach jeweils ca. einer Minute ausgeblendet. Was, um Himmels Willen, soll das? Bei einer Gesamtlaufzeit von knapp 60 Minuten hätten die beiden Songs noch locker draufgepasst. Schade, gerade auf "Cold Wind to Valhalla" hatte ich mich gefreut, denn diesen finde ich wie Udo einen der besten Tull-Songs, und meines Wissens gibt es sonst keine Liveaufnahme davon.
| Anspieltipp(s): |
Cold Wind to Valhalla (Studioversion ;-)) |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.5.2004 |
| Letzte Änderung: |
1.5.2004 |
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Laut Ian Anderson sollen Jethro Tull bei den Aufnahmen zu Minstrel in the Gallery als Gruppe gleichgesinnter Freunde (was sie angeblich bis dahin waren) nicht mehr richtig funktioniert haben. Dieses ist auf dem Album hörbar dadurch zu erkennen, dass nur die ersten drei Stücke wirklich ein Zusammengehörigkeitsgefühl einer Band vermitteln können.
Im ersten Teil des Titelsongs nehmen die zugleich knallharten und komplexen Beiträge von Martin Barre das vorweg, was viel später unter dem weiten Begriff Progmetal vermarktet werden sollte. Sehr schade, dass dieser hervorragende instrumentale Eröffnungsteil bei den mir bekannten Konzertaufnahmen immer ausgelassen wurde.
Der Rest des Album klingt, wie bereits angedeutet, nach dem ziemlich allein gelassenen Ian Anderson, der mit seiner Stimme, seiner akustischen Gitarre sowie begleitenden Streichern die übriggebliebene LP-Zeit auf seine unnachahmliche Weise tapfer ausfüllt. In solchen Momenten erinnert mich Anderson sehr stark an seinen Kumpel Roy Harper, der als folkiges Ein-Mann-Orchester ganze Alben (wie z.B. Stormcock) bestreiten konnte.
Die restlichen JTull-Musiker wurden zwar nach Black Satin Dancer nicht etwa nach Hause geschickt, deren sporadische Beiträge werden aber der Idee einer Band nicht mehr gerecht.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
3.10.2005 |
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