Opus 1
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Gábor Egervári |
flute |
| Péter Pejtsik |
cello |
|
|
Gastmusiker
| Judit Andrejszki |
vocals |
| Major Zolt Nagy |
trumpet |
|
| Victoria Chamber Choir |
|
| The Band "Dallard" |
|
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
oldal A / Side A
|
27:35
|
| 2. |
oldal B / Side B
|
29:22
|
| Gesamtlaufzeit | 56:57 |
|
|
Rezensionen

Bevor mit ?Overground music? quasi das offizielle Debütalbum erschien, waren After Crying schon aktiv, sogar mit Konzerten außerhalb von Ungarn ? wie man hier nachhören kann. ?Opus 1? erschien 1989 als Cassetten-Album und wurde nun - 2009 - von Periferic Records auf CD wiederveröffentlicht.
Seinerzeit agierten After Crying noch als Trio mit Flöte, Cello und Piano. Herkömmliche Rockmusik war von so einer Formation sicherlich nicht zu erwarten. ?Opus 1? enthält zwei lange Suiten, die wohl im Original jeweils eine Cassettenseite gebildet haben und deshalb folgerichtig ?Side A? und ?Side B? heißen. Die Aufnahmen entstanden live, eine an der Ferenc Liszt Academy of Music, die andere ? man höre und staune ? in Portugal. Wie es zu dem Auftritt in Portugal kam, erfahren wir leider nicht.
Das After Crying-Trio übt sich hier in einer beeindruckenden Mischung aus romantischer und moderner Klassik, folkigen Elementen und kratzigen Celloeinlagen. Dabei trägt das Piano in der Regel Rhythmus wie auch Melodie, während Flöte und Cello Solospots oder leidlich schräge Einlagen setzen. Vedres variiert geschickt sein Pianospiel, leicht atonale Ausflüge in moderne Klassik stehen neben jazzigen Passagen und gar ein paar angedeuteten Boogie-Rhythmen. Aber das alles wirkt wie aus einem Guss. Egervari sorgt mit seiner Flöte für die verträumten Momente, während Pejtsiks Celloattacken natürlich das Salz in der musikalischen Suppe sind.
Die Gastbeiträge spielen sich im Minutenbereich ab und sind daher nicht essentiell. Wobei es allerdings schon etwas überraschend ist, wenn sich die intime Kammermusik gegen Ende von ?Side A? plötzlich mit Trompete und der sanft im Hintergrund agierenden Band plötzlich zu sinfonischen Klängen aufschwingt. Oder wenn der Chor beim Liveauftritt in Portugal ? ebenfalls gegen Ende ? überraschend eingreift und einen unerwarteten Akzent setzt.
Ein interessantes musikalisches Dokument aus der absoluten Frühzeit von After Crying. Spannend, durchaus aufregend, seltsam und auch ? trotz des kammermusikalischen Charakters ? phasenweise rockend. Der Sound ist nicht immer perfekt, hat aber immer beste Bootleg-Qualität, leichtes Rauschen beim Portugal-Mitschnitt inbegriffen, aber der Hörgenuss wird in keinster Weise gestört. Vor allem für Fans eine Pflicht-Anschaffung.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
17.5.2009 |
| Letzte Änderung: |
17.5.2009 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Bei "Opus 1" handelt es sich um das allererste, dokumentierte Lebenszeichen der ungarischen Formation After Crying. Da es sich ursprünglich um eine Kassettenaufnahme handelt, die Ende der 1980er Jahre bei zwei Gelegenheiten mitgeschnitten wurde, ist der Sound leider nicht ganz optimal. Er ist zumeist akzeptabel, empfindsamere Gemüter könnten sich aber vor allem beim zweiten Stück an dem steten Bandschleifen (Grundrauschen) stören.
Ansonsten hat Thomas die Musik schon recht treffend charakterisiert. Die beiden Stücke werden durch Csaba Vedres' variables Klavierspiel zusammengehalten, über das seine beiden Mitstreiter immer wieder Akzente zu setzen wissen. Bereits in dieser frühen Phase der Bandgeschichte ist zu beobachten, dass immer wieder Emerson, Lake & Palmer- sowie King Crimson-Zitate eingebaut werden. Jeweils gegen Ende der beiden Stücke erhält das Trio kurzzeitige Unterstützung von anderen, bei diesen Konzerten anwesenden Musikern. Die Blechbläser am Ende des ersten Stückes passen sich sehr gut in die Musik ein, After Crying werden dieses Stilmittel später in ihrer Karriere immer wieder einsetzen. Den kurzzeitigen Einsatz einer Rockband incl. Frauenstimmen am Ende des zweiten Stückes halte ich jedoch für unpassend.
Interessant dürften diese Aufnahmen vor allem für Hardcore-After Crying-Fans sein. Aber auch, wer sich romantische Kammermusik mit modernen Einsprengseln vorstellen kann, darf gerne mal ein Ohr riskieren.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
14.10.2009 |
| Letzte Änderung: |
14.10.2009 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von After Crying
Zum Seitenanfang
|