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Christian Rode
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Christian Rode



Beiträge

Zu allen 1035 Album-Rezensionen, 18 Lesestoff-Rezensionen, 1 Glossar-Einträgen, 2 Beiträgen zu den Babyblauen Annalen von Christian Rode

Vorstellung

Selbstbeschreibung


Ich gebe hier mal zur Beschreibung meiner musikalischen Sozialisation einen persönlichen Text aus den "Babyblauen Annalen" wieder:


1974 - The Year the Music Died?!

Intro

Nun ja, sagen wir: 1974 - das Jahr, als das Siechen des Prog begann. Rückblickend kann man sagen, dass 1974 von einigen Hauptvertretern die letzten Alben im hochprogressiven Stil der 70er Jahre veröffentlicht wurden, danach setzte zunehmende Verflachung ein - abgesehen von Subgenres wie RIO. Genesis - The Lamb lies down on Broadway, das letzte Album vor der schleichenden Verpoppung; Yes - Relayer, danach gab's erst mal drei Jahre Sendepause und danach ein Album, das schon teilweise dem Geist der Unterwerfung des Prog unter den neuen Zeitgeist entsprach; Emerson Lake & Palmer hatten bereits im Jahr zuvor ihr letztes großes Album veröffentlicht; King Crimson - Red, mit einem ihrer besten Alben verabschiedete sich die letzte 70er Jahre-Besetzung. Fripp: "(King Crimson) ceased to exist in September 1974, which was when all English bands in that genre should have ceased to exist. But since the rock'n'roll dinosaur likes anything which has gone before, most of them are still churning away, repeating what they did years ago without going off in any new direction." (zit. nach Edward Macan "Rocking the Classics", S. 179)

Teil 1: Musikgeschichte allgemein

Natürlich war 1974 noch keineswegs alles vorbei. Andere Bands wie Gentle Giant, Van der Graaf Generator, aber auch Pink Floyd veröffentlichten noch ein, zwei weitere Alben in gewohnter bzw. stagnierender Qualität ohne zu merken, dass die Zeit dafür abgelaufen war. Irgendwie begann der Prog 1974 mächtig Luft abzulassen. Das goldene Zeitalter des Prog hatte seinen Zenit überschritten. Prog war in der zweiten Hälfte der 70er nicht mehr Zeitgeist wie zuvor. Es lauerten um die Ecke schon hungrige, junge Bands, die der zweiten Hälfte des Jahrzehnts ihren Stempel aufdrücken sollten - im Zeichen von Punk und New Wave, d.h. z.T. sogar unmittelbar in Gegenbewegung zum überbordenden, schnörkeligen Prog.

Exkurs

Es gibt Autoren, die das Ende der Rockmusik bereits auf das Ende der 60er Jahre datieren... Ich empfehle hierzu das außerordentlich unterhaltsame Buch "Awopbopaloobopalopbamboom" (im Original: "Pop from the Beginning") von Nik Cohn. Cohn gibt dort 1968(!) einen Rückblick auf die Geschichte der Rockmusik. Und kommt zu dem Schluss, dass diese ihre besten Tage bereits hinter sich habe. Und stellt drei Jahre später, 1971, fest, dass kein Grund zur Revision seines Urteils bestehe. Prog war für Cohn reine Verfallserscheinung des Rock.

Teil 2: Musikgeschichte privat

Ich selbst habe an den Prog von 1974 keine direkten Erinnerungen. Namen wie Genesis, King Crimson oder Van der Graaf Generator wurden mir erst in den folgenden Jahren geläufig. In Ilja Richters Disco sind King Crimson meines Wissens auch nie aufgetreten ("Licht aus! WOM!! Spot an! JA!!! King Crimson mit Starless and Bibleblack!"). Erst zwei Jahre später kaufte ich mir meine erste LP "Sgt. Pepper" von den Beatles und danach "Relics" von Pink Floyd, gefolgt von einem Status Quo-Sampler aus den 60ern (d.h. den psychedelischen Quo), E.L.O. und Manfred Mann's Earthband ("Solar Fire"). Ich arbeitete also erst mal etwas Musikgeschichte auf. Meine ersten "richtigen", damals aktuellen Prog-Alben kamen 1978 dazu: Yes "Tormato" und Genesis "...and then there were three...". Danach wandte ich mich erst mal kurzfristig dem Hardrock, Metal und Blues zu... ;O) Die Musikstile wechselten mit den Jahren, aber meine Liebe zu progressiver und psychedelischer Rockmusik blieb mir erhalten. Lange Zeit als Blick zurück in Wehmut.

Paralipomenon

Ende der 70er Jahre hatte ich auch das Rocklexikon von Rowohlt erworben, das die damals aktuelle Szene nicht mehr berücksichtigte, sondern nur bis 1974 reichte. Damit hatte ich auch gar keine Probleme. Denn die Blütezeit der Rockmusik erstreckte sich für mich ja von 1966 bis 1974. Was danach kam, war für mich musikalischer Verfall. Dieses Vorurteil hielt sich über die Jahre und steckt irgendwo noch in meinem Kopf. Das Jubiläum der BBS ist nun eine prima Gelegenheit, es endlich einmal loszuwerden. Aber... eigentlich ist es ja kein Vorurteil - oder?

"The songs are my lexicon and my prayer book. I believe the songs." (Bob Dylan)

Aktuelle Playlist


Yo la tengo - There's a riot going on

The Beatles - Revolver

Jethro Tull - Songs from the Wood. The Country Set

Gustavo Jobim - Meio-Dia

Roz Vitalis - The Hidden Man of the Heart

Matthews Southern Comfort - Like a Radio

Paul Scofield - Paul Scofield

V.A. - The Stuff that Dreams are made of

Magma - Riah Sahiltaahk

Unimother 27 - Acidoxodica

All Time Top 10


The Beatles - Rubber Soul

The Mothers of Invention - Uncle Meat

Can - Ege Bamyasi

Caravan - In the Land of Grey and Pink

King Crimson - Islands

Yes - The Yes Album

Magma - Live/Hhai

Talk Talk - Laughing Stock

Archive - Controlling Crowds

Steve Hogarth & Richard Barbieri - Not the Weapon but the Hand


Statistik

Lesestoff-Rezensionen:18
Glossar-Beiträge:1
 
Band-Bemerkungen:193
Album-Rezensionen:1035
Davon mit Wertung:984
Durchschnittswertung:10.44 (Alle Rezensenten: 9.9)

Wertungsverteilung


24%
Wertung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 keine
Anzahl 0 1 4 5 13 14 34 61 104 214 247 200 57 21 9 51

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