Malte Krosse
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Zu allen 13 Album-Rezensionen von Malte Krosse
Vorstellung
Selbstbeschreibung
Ein kleines Statement zum Progressive Rock:
Man hat sich ja gewissermaßen selbst ein Bein gestellt, als man der für die damalige Zeit fortschreitenden Rockmusik den Begriff „Progressive Rock“ anhängte. Ein Begriff, der feste Stilmerkmale gar nicht vermag in sich aufzunehmen. Denn wie will man Jahre später ein und dieselben Stilmerkmale der damals fortschreitenden Musik heute noch als fortschreitend klassifizieren? Zwangsläufig entstand ein fester „Progressive Rock“-Begriff, der heute Musik einschließt, die nur noch wenig mit Fortschritt zu tun hat.
Unzählige Bands imitieren alte Helden á la Yes, King Crimson, Genesis usw. und bedienen sich der Stilmerkmale, die einst die Progressivität mit sich trugen und nennen sich eine „Progressive Rock“-Band. Und diese Imitation erfolgt - meines Erachtens nach – unter besonderer Berücksichtigung der musikalischen Komplexität, die anscheinend ein „echtes“ Progressive Rock-Stück prägen sollte. Dabei wird oft der Faden verloren, man verliert sich in musikalischen Strukturen, setzt ein anspruchsvolles Thema neben das andere und vernachlässigt die eigentliche Musik.
Zeitgleich neben diesen Imitationen namens „Progressive Rock“ entsteht an einem anderen Ort eigentlich progressive Rockmusik. Musik, die irgendwie anders ist, die übermäßig komplexe Strukturen gar nicht nötig hat, die all das zuvor Gehörte in sich aufnimmt und daraus etwas wahrlich Neues schafft. Ja, das ist progressiv aber kein Progressive Rock! Klingt paradox, ist aber so.
Versteht mich nicht falsch, dies ist keine Rede gegen den Progressive Rock. Es ist eine Rede gegen den Begriff „Progressive Rock“. Er ist eben unvorteilhaft gewählt. Es würde Vieles einfacher machen, wenn er anders hieße. Zwar gefällt mir der romantische Standpunkt, alles Progressive in den Bereich des Progressive Rock zu stecken, doch wo kämen wir denn dahin? Man stelle sich vor, man hätte den Begriff „Progressive Music“ Bach angehängt und fordere, das nach ihm alle progressive Musik als „Progressive Music“ klassifiziert werden sollte: Bis zu einer gewissen Zeit hätte das in einem mehr oder minder überschaubaren Bereich noch funktioniert. Aber im heutigen Parallelismus? Keine Chance!
Was zieht der hiesige Leser jetzt aus diesem Statement: Ich kann beide Standpunkte nachvollziehen, möchte sie, sofern möglich, beide vertreten, möchte mich weder dem, was man heute Progressive Rock nennt, verschließen, noch der progressiven Rockmusik. Und damit verweise ich auf die allseits in der Rockmusik-Szene beliebten Top-Ten-Listen meiner Lieblinge.
All Time Top 10
Robert Wyatt – Rock Bottom
King Crimson – Lizard
King Crimson – Islands
Van der Graaf Generator – World Record
Miles Davis – Kind Of Blue
Soft Machine – Fourth
Peter Gabriel – Up
Radiohead – Kid A
John Frusciante – Shadows Collide With People
Mogwai – Come On Die Young
...in dieser --- oder einer anderen Reihenfolge.
Statistik
| Lesestoff-Rezensionen: | 0 |
| Glossar-Beiträge: | 0 |
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| Band-Bemerkungen: | 4 |
| Album-Rezensionen: | 13 |
| Davon mit Wertung: | 13 |
| Durchschnittswertung: | 10.46 (Alle Rezensenten: 9.76) |
Wertungsverteilung
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